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Rathaus Aktuell

Der Drahtesel als Helfer in der Stadt

Die Stadt Spalt will sich in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern aufnehmen lassen. Der Stadtrat beschloss den Antrag allerdings nur mit knapper 10:7-Mehrheit.

Das dürfte Kreisbaumeister Ralph Möllenkamp und Helmut Neuweg erfreuen, Radverkehrsbeauftragter des Landkreises. Zumindest hatten sich beide laut Bürgermeister Udo Weingart im Vorfeld positiv über den Plan geäußert. Die Fahrradfreundlichkeit der Gemeinde ist in Spalt seit Langem Thema.

Für das Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEK) wurden bereits mögliche Maßnahmen erarbeitet und die Aufnahme in die ArGe diskutiert. Hier mit dabei zu sein, „wäre klug“, so Weingart. Dies könne einen wertvollen Beitrag bei den anstehenden Maßnahmen an der Hauptstraße leisten. Ebenso ergäbe sich über die Arbeitsgemeinschaft die Option einer verbesserten Radweganbindung an Enderndorf und Wernfels sowie den fränkischen Wasserradweg.

Weingart gab zu bedenken, dass das E-Bike das Radfahrerverhalten grundlegend geändert habe und die Hügel der Region keine Hindernisse mehr darstellten.

Genauso sah dies Gabriele Seubelt (CSU). Sie mahnte allerdings an, dass bei einer Umsetzung auch an Radstellplätze gedacht werden müsse. Den finanziellen Aufwand monierte dagegen Michael Breit (FW/G). Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 1000 Euro würde sich auf das Zehnfache aufsummieren.

Außerdem gehe die Beteiligung mit zusätzlichen Arbeiten einher, die die Stadt bewältigen müsse. Auch Gabriele Weislmeier (fair) unterstrich: „Hier werden hohe personelle, organisatorische und finanzielle Anforderungen gestellt.“ Parteikollegin Monika Schlaug aber besann sich auf die Vorteile: Gerade im Hinblick auf die Hauptstraßengestaltung „sollten wir alle Möglichkeiten ausschöpfen“, war sie sich mit Vinzenz Pfahler (CSU) einig. Sie bezweifelte jedoch, dass Spalt überhaupt die Kriterien einer Mitgliedschaft erfülle. Laut Dieter Kamm (UWG/FW) beteiligten sich an der ArGe „nur wenige Gemeinden in unserer Größenordnung“. Vor „falschen Hoffnungen“ warnte Alfred Zottmann (FW/G): Sich über eine Teilnahme die Verbesserung innerörtlicher Strukturen zu erhoffen, „ist eine Illusion“.

Auch ein altbekanntes Diskussionsthema wurde mit der aktuellen Fragestellung verquickt. Das lange verfolgte Tempo-30-Ziel in der Spalter Ortsdurchfahrt könnte als fahrradfreundliche Kommune neuen Auftrieb erhalten, erhoffte es sich Harald Heller. Was bei Kamm auf Unverständnis stieß. Falls dies die Triebfeder sein sollte, „sind wir völlig falsch gewickelt“.

Am Ende fiel der Beschluss für die Antragstellung. Nach dem Votum verließen einige Gäste die Sitzung, was Pfahler verärgerte.

Keinen Ärger, nur etwas Verunsicherung gab es bezüglich eines Antrags des Vereins „Altstadtfreunde“. Sie plädierten auf die Einbeziehung der Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer bei den Planungen zur Umgestaltung der Hauptstraße. Denn das Thema stehe bei diesen ohnehin im Mittelpunkt, wie Weingart zu bedenken gab.

Direkter Ansprechpartner sei zudem der Behindertenbeauftragte des Landkreises. Mehrere Expertenmeinungen zu hören, könne bei der zentralen Angelegenheit aber auch nicht schaden: „Dann fahren wir eben doppelt.“ Sinnvoller sei es allerdings, die Vertreterin der Kammer erst nach den ersten Planungen hinzuzuziehen, legte Reinhold Lüdke (Landliste) nahe. Bei vier Gegenstimmen wurde dem Antrag schließlich stattgegeben.

Am Donnerstag, 14. Februar, wird es in Sachen Hauptstraßengestaltung an sich noch eine Bürgerversammlung geben. Einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Stadtrat dem Antrag auf den Bau einer Freiflächen- Photovoltaikanlage nahe des Gewerbegebietes „Hügelmühle“. Es handle sich um keine landwirtschaftliche Fläche, so die Begründung.

Jürgen Leykamm

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