Schöffenwahl 2023

für die Amtsperiode 2024-2028

Für die Amtsperiode vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2028 werden wieder Schöffinnen und Schöffen, Jugendschöffinnen und Jugendschöffen gesucht.

Gesucht werden in der Stadt Spalt und in den Ortsteilen Frauen und Männer, die am Amtsgericht Schwabach und Landgericht Nürnberg-Fürth als Vertreter*innen des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen.

Voraussetzungen und wichtige Hinweise:

 deutsche Staatsangehörigkeit
 ausreichende Beherrschung der deutschen Sprache
 Alter zu Beginn der Amtsperiode am 1.1.2024 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre
 Wohnsitz in der Gemeinde
 einwandfreier Leumund

Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen, d. h. das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet.
Die ehrenamtlichen Richter müssen Beweise würdigen, d. h. die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten können. Die Lebenserfahrung, die ein Schöffe mitbringen muss, kann sich aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement rekrutieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde.
Schöffen in Jugendstrafsachen sollen über besondere Erfahrung in der Jugenderziehung verfügen.
Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung.

Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich. Schöffen müssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben. Sie müssen bereit sein, Zeit zu investieren, um sich über ihre Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weiterzubilden. Wer zum Richten über Menschen berufen ist, braucht Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff durch das Urteil in das Leben anderer Menschen. Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden, etwa wenn der Angeklagte aufgrund seines Verhaltens oder wegen der vorgeworfenen Tat zutiefst unsympathisch ist oder die öffentliche Meinung bereits eine Vorverurteilung ausgesprochen hat. Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil – gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch – haben die Schöffen daher mit zu verantworten. Wer die persönliche Verantwortung für eine mehrjährige Freiheitsstrafe, für die Versagung von Bewährung oder für einen Freispruch wegen mangelnder Beweislage nicht übernehmen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben. In der Beratung mit den Berufsrichtern müssen Schöffen ihren Urteilsvorschlag standhaft vertreten können, ohne besserwisserisch zu sein, und sich von besseren Argumenten überzeugen lassen, ohne opportunistisch zu sein. Ihnen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie müssen sich verständlich ausdrücken, auf den Angeklagten wie andere Prozessbeteiligte eingehen können und an der Beratung argumentativ teilnehmen. Ihnen wird daher Kommunikations- und Dialogfähigkeit abverlangt.


Weitere Informationen zum Schöffenamt, Voraussetzungen, Ablauf, Dokumente, Formulare können Sie hier einsehen und abrufen:

https://www.schoeffen-bayern.de/Infos/Voraussetzungen-und-Eignung/

https://www.justiz.bayern.de/service/schoeffen/

https://www.schoeffenwahl.de/interessenten/

 

Interessierte am Ehrenamt müssen sich für die Liste bewerben.

Bewerbung als Schöffin oder Schöffe:

Sie bewerben sich für das Schöffenamt in allgemeinen Strafsachen (gegen Erwachsene) bis voraussichtlich Anfang / Mitte März 2023 mit dem nachfolgenden Bewerbungsformular bei der Stadt Spalt, Herrengasse 10, 91174 Spalt.
Die Bewerbung kann auf dem Postweg versendet oder bei der Stadt Spalt, 1. Stock, Zimmer 14, Hauptamt, abgegeben werden.

Bitte verwenden Sie dieses Bewerbungsformular:
Download unter https://www.justiz.bayern.de/service/schoeffen/
oder Abholung im Rathaus im Vorzimmer des Bürgermeisters zu den Öffnungszeiten

Bewerbung als Jugendschöffin oder Jugendschöffe:

Sie bewerben sich für das Jugendschöffenamt bis spätestens 15. Februar 2023 mit dem nachfolgenden Bewerbungsformular beim Kreisjugendamt am Landratsamt Roth, Weinbergweg 10, 91154 Roth.
Die Bewerbung kann auf dem Postweg versendet oder beim Kreisjugendamt abgegeben werden.

Bitte verwenden Sie dieses Bewerbungsformular:
pdf-Datei (siehe Anhang) oder
Abholung im Rathaus im Vorzimmer des Bürgermeisters zu den Öffnungszeiten

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